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Passivhaus

Passivhaus ist eine Design-Philosophie, eine Bezeichnung für ein Energiesparhaus und auch ein Lebensstil, der darauf abzielt, Häuser mit einem möglichst niedrigen Energieverbrauch zu bauen – ein Passivhaus.

Passivhaus – Das Design des Hauses

Das erste Haus, das nach den Prinzipien des Passivhauses gebaut wurde, ist das Passivhaus in Darmstadt – das Passivdesign folgt den Grundsätzen für die Gestaltung von Gebäuden nach den Prinzipien des nachhaltigen Bauens. Das Prinzip besteht im Wesentlichen darin, das Gebäude so zu konstruieren, dass dem Gebäude nur ein Minimum an (idealerweise gar keine) Energie zugeführt wird, das Gebäude ist sozusagen „passiv“, d. h. es verbraucht keine (sehr wenig) Energie. Woher kommt das Konzept Passivhaus? Das Prinzip wurde erstmalig in Deutschland unter dem Namen „Passivhaus“ angewandt. Beachten Sie dabei bitte, dass das Prinzip gleichermaßen für warme und kalte Klimazonen gilt – d. h. ein Passivhaus nutzt weder Energie zum Heizen noch zum Kühlen. In dänischer Sprache wird ein solches Haus als Passivhus oder Passivhaus bezeichnet.

Prinzipien zum Bau eines Passivhauses

Ausrichtung und Platzierung eines Passivhauses – Zuerst gilt es, das Passivhaus richtig zu lokalisieren und zu orientieren. Bei der korrekten Lokalisierung geht darum, das Haus dort zu bauen, wo der Eingriff in die Umwelt nicht größer als absolut notwendig ist. Mit korrekter Ausrichtung ist gemeint, dass man die Wärme der Sonne im Winter nutzt und im Sommer abweist, indem man den Winkel der Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche maximal ausnutzt, z. B. durch einen kurzen Dachvorstand und ähnliches am Gebäude und davor mit Pflanzen, die ihre Blätter im Winter abwerfen und im Sommer Schatten spenden. Die Wirkung des Passivhauses basiert darauf, dass man den kalten Winterwind abweist und gleichermaßen kühle Sommerbrisen nutzt. Die Ausrichtung ist besonders wichtig in heißen Klimazonen.

Isolierung von Passivhäusern

Entscheidend ist, das Passivhaus richtig zu isolieren, um den Wärmeverlust im Winter zu verringern und die Wärmeentwicklung im Sommer zu minimieren. Somit wird für ein Passivhaus zum Aufwärmen und Kühlen weniger Energie verbraucht als in einem traditionellen Haus. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Frage der Kühlung für Häuser in Ländern wie Australien, im Süden der USA und am Mittelmeer ein genauso großes Problem ist oder teils noch größer als das Problem des Energieverbrauchs für das Beheizen der Häuser in Ländern wie Dänemark, da traditionelle Klimaanlagen meist große Energieverbraucher sind und außerdem oft unnötig wären, wenn die Grundsätze des Passivhausbaus konsequent angewendet werden würden. Ein besonderes Detail für heiße Länder ist das Kaltdach-Prinzip, das speziell in den Südstaaten der USA aber auch in Australien angewendet wird. Leider ist das Kaltdach noch relativ unbekannt im Süden Europas.

Thermische Masse für die Regulierung der Kälte-Wärme-Bilanz in Passivhäusern

Mit thermischer Masse ist gemeint, dass Materialien mit einer hohen Dichte im Innern des Passivhauses verbaut werden, um Temperaturschwankungen abzubremsen, sowohl bei heißen als auch kalten Wetterlagen. Besonders vorteilhaft in warmem Klima mit kühlen Nächten. Der Grund- oder auch Masseofen, dessen Technik besonders in Skandinavien weit fortgeschritten ist, basiert auf dem Prinzip der thermischen Masse und wird auch oft in Passivhäusern verwendet.

Ökologische Produktionskosten für Passivhäuser

Wenn die Kosten für ein Passivhaus berechnet werden, dann summiert man zu den Fertigungskosten auch die Berechnung des gesamten Energieverbrauchs des Passivhauses, d. h. es wird auch berücksichtigt, wieviel Energie die Materialien bei ihrer Herstellung und beim Transport verbraucht haben und wieviel Energie erforderlich ist, um sie zu entsorgen.

Auch wie schädlich bzw. giftig die Materialien sind, wird mit in die Berechnung für Passivhäuser einbezogen.

Es wird eingeschätzt, ob die Baumaterialien ungesund sind (z. B. Spanplatten, die über einen längeren Zeitraum giftige Dämpfe abgeben) oder ob sich das Material neutral verhält (z. B. Gasbeton, der keine Dämpfe emittiert).

Erneuerbare Energien sind ein Teil des Passivhaus-Konzeptes

Zum Heizen und für die Warmwasserbereitung wird in Passivhäusern Solarwärme oder Erdwärme genutzt. Die Heizung ist in der Regel der größte Energiefresser in einem Wohnhaus (über 50 % in einem durchschnittlichen dänischen Haushalt). Darüber hinaus werden auch andere erneuerbare Energiequellen (auch als alternative Energien bezeichnet) genutzt, wie z. B. Windenergie, Wasserkraft und Photovoltaik-Anlagen (am häufigsten in Europa (Mittelmeerländer)), doch in Australien gibt es Pläne für sehr große Anlagen.

Wasser- und Energieeinsparung sowie Abfall und Abwasser in Passivhäusern

Weitere Faktoren sind die Kompostierung und die Minimierung der Abfälle, Regenwassernutzung, die Minimierung des Wasser- und Energieverbrauchs, die richtige Platzierung von Fenstern, Brauchwasserbewässerung (Grauwasser) des Gartens, mit Ausnahme von Toilettenabwasser, das auch als „schwarzes Wasser“ bezeichnet wird, im Gegensatz zu „Grauwasser“, das aus den übrigen Abwässern besteht (am wichtigsten in trockenen Klimaten wie Mittelmeerraum und Australien). Ein Passivhaus ist keine absolute Größe, sondern das Streben, so viele passive Elemente und Prinzipien wie möglich anzuwenden. Ein wesentlicher Faktor dabei ist, dass sich das Passivhaus als eine gute langfristige Investition erwiesen hat, da die Häuser beim Verkauf nachweislich eine gute Werterhaltung garantieren. Die Baukosten sind nicht viel höher als für herkömmliche Häuser und die Eigentümer sparen große Mengen an Energie. Das Passivhaus-Prinzip ist insbesondere in Skandinavien, Deutschland, Neuseeland und Australien weit fortgeschritten und viele Prinzipien aus dem Passivhaus-Konzept wurden als obligatorische Elemente in die baurechtlichen Bestimmungen aufgenommen.

Das Hauptziel des Passivhaus-Designs ist es, die CO2-Emission und damit den Treibhauseffekt zu reduzieren. Sekundär folgen natürlich die Verringerung der Verschmutzung der Umwelt (Luftverschmutzung, Abfall, Grundwasser usw.) sowie die Begrenzung des Verbrauchs von natürlichen Ressourcen.

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